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Neuseeland - nahe am Paradies
04.03.2010
ImageKurz nachdem ich die Masterarbeit eingereicht hatte, reiste ich für einen Monat nach Neuseeland. In dieser Zeit konnte ich mich einerseits super erholen und wieder viel Energie und Motivation tanken. Andrerseits habe ich so viel zu Fuss trainieren können wie schon lange nicht mehr – die Strände, Regenwälder, Vulkane, Wüsten, Berge, Flusslandschaften liessen mir keine andere Wahl…



 

ImageIch hatte diese Reise schon seit sehr langer Zeit ins Auge gefasst. Als ich vor genau zehn Jahren nach einem Monat Ferien in Neuseeland wieder zur Schule gehen musste, habe ich mir in den Kopf gesetzt, einmal zurückzukehren und die Schönheit des Landes am anderen Ende der Welt zu geniessen. Der Studienabschluss bot mir nun die ideale Gelegenheit.

Wegen dem Ermüdungsbruch im Wadenbein vom letzten Herbst war es aber ein kleines Rennen gegen die Zeit. Ich wollte natürlich die Reise mit einem guten Ausdauertraining kombinieren. Dies war nur möglich, wenn ich wieder beschwerdenfrei laufen konnte. Und genau zur richtigen Zeit war dies nun wieder der Fall. Mit etwa 55 Stunden in vier Wochen, konnte ich mehr laufen als ich mir das gewünscht hatte. Damit habe ich im Grundlagenausdauerbereich eine gute Basis schaffen können für die nächste Saison. Dies war vor allem deshalb wichtig, da ich bisher nicht gerade optimal trainieren konnte.


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Unterwegs im Mietauto und ohne genauen Plan, war ich sehr flexibel. Ich konnte immer dorthin gehen, wo ich gerade Lust hatte und bleiben, wo es mir gefiel. Die Entscheidungen erwiesen sich aber nicht immer als sehr einfach. An vielen Orten gefiel es mir so gut, dass ich gerne noch eine Woche geblieben wäre. Touristisch wertvoll waren nicht nur meine langen Dauerläufe, sondern auch die Joggings vor dem Morgenessen. Auf diese Weise sah ich die nähere Umgebung der Unterkünfte und konnte den Tag zum Beispiel mit einer Runde Schwimmen im Meer starten.


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Und das Wetter… Ich hatte zwei Regentage in Neuseeland. Nach zwei Wochen trug ich zum ersten Mal lange Hosen – auf 1800 Meter über Meer. Und auch als ich mich dazu entschied – trotz etwas Höhenangst – aus 15'000 Fuss Höhe aus einem Flugzeug zu springen, war das ganze Panorama der südlichen Alpen zu sehen.


ImageIch denke, dass Neuseeland für einen Orientierungsläufer geradezu ein Trainingsparadies ist. Es gibt sehr viele Wanderwege von beliebiger Länge, steil oder flach, einfach zu belaufen oder schwieriger als im Quertraining. Die Temperaturen sind ideal zum laufen und die Landschaften motivieren zusätzlich. Es gibt eine riesige Vielfalt und auch gute OL-Karten. Einzig die lange und etwas teure Reise kann hinderlich sein.
Diesen kleinen Werbespot bin ich den Neuseeländischen O-Läufern schuldig. Ich habe ihre Gastfreundschaft sehr genossen und sie freuen sich jetzt schon über zukünftigen Besuch aus Europa.


Trotzdem hatte ich mich natürlich auch gefreut, wieder nach hause zu kommen. Den Jetlag habe ich bald schon überwunden. Gerne hätte ich meine Form an der Cross Schweizermeisterschaft vom kommenden Samstag getestet. Ich habe zwar noch nicht gross Schwerpunkte im intensiven Bereich gesetzt, aber als Titelverteidiger wäre ein Start immer interessant. Ob ich laufen kann, hängt aber noch etwas davon ab, wie sich mein grosser Zeh erholen wird. In einem der letzten Trainings habe ich mir eine schmerzvolle Gelenk-Stauchung eingefangen, die aber bereits wieder auf dem Weg der Besserung ist. Im Moment wäre Vorfusslaufen in Nagelschuhen noch zu schmerzvoll.



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