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Nur 14. über die Langdistanz
26.08.2009
ImageIm Vorfeld der WM hätte ich meine Chancen auf eine Medaille in dieser Disziplin am besten eingeschätzt. Meine Form war sehr gut und ich hatte bisher super Leistungen gezeigt an den Weltmeisterschaften. Doch es kam anders und endete in einer grossen Enttäuschung…

 


Bereits vor dem letzten Lauf an der WM in Ungarn hatte ich mit etwas Problemen zu kämpfen. Zum einen kostete mich die Staffel doch etwas mehr Energie als ich gedacht hätte und dazu kam eine Prellung am Fuss. Ich hatte zwar keine grossen Schmerzen mehr am Lauf selbst und es lief über grosse Strecken sehr gut. Doch in den Steinfeldern war das Rennen nicht sehr angenehm und zweimal schlug ich den Fuss nochmals an derselben Stelle.

Der Rückstand kann aber grösstenteils mit Fehlern erklärt werden. Mit meiner Routenwahl zum zweiten Posten verlor ich bereits über 2:30 Minuten. Ich hatte einige Varianten studiert, mich aber wegen der Einfachheit für die untere entschieden. Ein Fehlentscheid, vor allem weil sich wegen der super Belaufbarkeit keine grossen Umwege lohnen. Unterwegs realisierte ich dies natürlich nicht. Im Gegenteil. Der vor mir gestartete ungarische Läufer hatte dieselbe Variante gewählt und so konnte ich ihn bereits einholen. Die Freude war jedoch von kurzer Dauer. Bis zu Posten drei konnte der hinter mir gestartete Franzose François Gonon bereits zu mir auflaufen. Ein denkbar schlechter Start. Ich versuchte mich zu motivieren und weiter an meine Chancen zu glauben.

ImageBis kurz vor Posten 12 lief es sehr gut. Ich konnte ein gutes Tempo laufen und fühlte mich sicher auf der Karte. Ich versuchte sogar etwas zusätzlich zu forcieren um eventuell die beiden Läufer abzuhängen. Wahrscheinlich wurde mir aber gerade diese Tempoverschärfung zum Verhängnis. Ich war zu unvorsichtig und nahm mir nicht genügend Zeit. Es resultierte ein grober und vor allem unnötiger Fehler zu 12.
Der Schmetterling war leider nicht sehr effektiv. Er war zu kurz und die Sicht im Gelände zu gut. So holten mich die beiden Läufer gleich zu 21 wieder ein. Wieder versuchte ich etwas zu viel und verlor beim Weglaufen zu 22 die Richtung komplett. Ich hatte die kleinen Lichtungen verwechselt und den Kompass völlig unbeachtet gelassen. Leider vertrauten mir die anderen beiden Läufer wieder zu fest und folgten auf Schritt und Tritt…

Nach einem weiteren kleinen Fehler im Postenraum zu 24 liefen wir bei Nummer 26 den falschen Posten an. Ich registrierte die falsche Nummer und suchte den Herrenposten währenddem Gonon am Ende disqualifiziert werden musste. Für die Schlussschlaufe war dann die Motivation nicht mehr so hoch. Ich wusste über meinen grossen Rückstand, die vielen Fehler und kämpfte gegen die Müdigkeit. Zum Ende war es dann ein richtiger Kampf und im Ziel eine bittere Enttäuschung.

Mit dem Einjahresrhythmus der Weltmeisterschaften bietet sich aber bereits in einem Jahr in Trondheim die Chance zur Revanche!